Vorbeugung

Die richtige Zahnbürste

  • Eine gute Zahnbürste reinigt die Zähne und fördert die Durchblutung des Zahnfleisches. Dies ist der beste Schutz vor Karies und Zahnfleischentzündungen. Die optimale Zahnbürste ist die, die regelmäßig benutzt wird. Klinische Studien haben einige Merkmale bestätigt, die Ihnen beim Kauf eine Orientierungshilfe bieten können:

  • Der Kopf der Zahnbürste sollte eher klein und gut abgerundet sein, damit Sie beim Putzen leicht in alle Ecken und Winkel gelangen.

  • Die Borstenbüschel sind parallel und eng nebeneinander stehend angeordnet (multitufted). Borsten unterschiedlicher Länge können jedoch auch gute Ergebnisse erzielen.

  • Besonders wichtig ist eine sorgfältige Endabrundung der Borsten, damit das empfindliche Zahnfleisch beim Putzen nicht verletzt wird.

  • Wegen der besseren Reinigung und Massage werden Zahnbürsten mit mittlerer Härte empfohlen. Nur bei Zahnfleischproblemen, extrem starkem Putzdruck oder schmerzempfindlichen Zahnhälsen sollten Sie vorübergehend eine weiche Zahnbürste verwenden.

  • Kunststoffborsten sind hygienischer als Naturborsten und können an den Spitzen abgerundet sein.

  • Der Griff sollte ausreichend lang, nicht zu dünn und rutschfest sein. Ob gerade oder angewinkelt bleibt der persönlichen Neigung überlassen.

  • Ich empfehle eher eine kleine (Kinder-) Zahnbürste als eine zu große Zahnbürste, da die Reinigungsleistung im hinteren Backenzahnbereich gründlicher ist.


Optimal abgerundete Borsten unter dem Elektronenmikroskop

  • Zu erfolgreicher Zahnpflege gehört aber mehr als die richtige Zahnbürste. Wir halten für Sie Prophylaxe-Betreuungs-Konzepte bereit, die Ihre Zähne glatt, sauber und ein Leben lang gesund erhalten können. Lassen Sie sich von uns und unseren Prophylaxe-Assistentinnen beraten.

Elektrische oder Hand-Zahnbürste?


  • Grundsätzlich können Sie Ihre Zähne mit einer guten Handzahnbürste genauso sauber bekommen wie mit einer elektrischen. Für Kinder und Erwachsene mit Bewegungseinschränkungen ist die elektrische Zahnbürste jedoch oft bequemer. Denn die empfohlenen Putzbewegungen werden automatisch ausgeführt. Die benötigte Putzzeit bleibt jedoch gleich. Wie bei der Handzahnbürste sollten Sie auf die Endabrundung der Borsten achten.

Zahnzwischenraum nicht vergessen!

  • Auch mit der besten Bürste sind die Zahnzwischenräume nur schwer zu erreichen. Dabei machen sie rund 30 Prozent der Gesamtoberfläche der Zähne aus. Für Ihre Reinigung wurden deshalb spezielle Interdentalbürsten entwickelt. Je nach Zahnabstand sorgen Einbüschelbürsten oder Aufstecker in Pfeifenreiniger- bzw. Tannenbaumform für die gründliche und schonende Reinigung. Zusätzlich oder alternativ dient Zahnseide der optimalen Entfernung von Zahnbelag auch unterhalb des Zahnfleischsaumes.

Wann, wie oft und wie lange?

  • Grundsätzlich reicht  neben dem kurzen Putzen nach jeder Mahlzeit  ein gründliches Zähneputzen pro Tag für das Entfernen aller gefährlichen Zahnbeläge aus. Dies ist jedoch unter drei Minuten Putzzeit nicht zu schaffen.Weil es dabei nicht nur auf die richtige Technik  die Ihnen Ihr Zahnarzt detailliert erklären kann  ankommt, sollten Sie sich und Ihren Zähnen einmal ein komplettes Prophylaxe-Programmgönnen. Ihre Zähne werden es Ihnen ein Leben lang danken.Nach den Mahlzeiten  also vor allem auch nach dem Frühstück oder nach dem Genuss von Süßigkeiten - reicht ein kurzes Bürsten für das Entfernen von Speiseresten aus. Für die Zahnpflege unterwegs gibt es handliche Taschensets. Zahnpflege-Kaugummis regen zwar den Speichelfluss an und neutralisieren damit die entstehenden Säuren, reinigen die Zähne aber nicht.


Ihre Zahnbürste kann vieles, aber nicht alles - zum Beispiel im Zahnzwischenraum




Mit speziellen Bürsten lassen sich auch Zahnzwischenräume einfach reinigen

Achtung:

  • Oft neigt man dazu  weil man besonders gründlich reinigen möchte - die Zähne mit zuviel Druck zu putzen. Der zu kräftige Druck auf die Bürste putzt auf Dauer nicht nur das Zahnfleisch, sondern auch die Zahnsubstanz weg. Wer eine empfindliche Waage zur Verfügung hat, sollte die Zahnbürste einmal wie beim Zähneputzen greifen und mit den Borstenbüscheln auf die Wiegefläche drücken, um ein Gefühl für den richtigen "Putzdruck" zu bekommen. Er sollte zwischen 100 und 200 Gramm liegen.Auch das Probebürsten im Fingernagelsaum ist ein guter Test für die richtige Putzkraft: wenn es weh tut ist der Putzdruck zu hoch. Dasselbe gilt für das Zahnfleisch.Auch eine Zahnbürste lebt nicht ewig.

  • Nach dem Zähneputzen wird die Bürste gut ausgewaschen und mit dem Kopf nach oben zum Trocknen aufgestellt. Dadurch haben Bakterien wenig Chancen zur Ansiedlung. Trotz guter Pflege hält keine Zahnbürste ewig. Anzeichen für einen nötigen Wechsel ist die nachlassende Elastizität der Borsten: Sie stehen nicht mehr gerade, sondern sind verbogen. Je nach Putzdruck und Putzhäufigkeit ist dies nach zwei bis drei Monaten der Fall. Wenn Sie nicht immer eine neue Zahnbürste kaufen möchten, können sie Wechselkopf-Zahnbürsten verwenden, bei denen nur noch der Bürstenkopf ausgetauscht werden muss.Spätestens nach 2 Monaten ist ein Wechsel fällig.

Bedenken Sie bitte:

  • Versicherte gesetzlicher Krankenkassen erhalten im Bereich der Individualprophylaxe lediglich eine Grundversorgung, die medizinisch notwendig, ausreichend und zweckmäßig sein muß.Die moderne Zahnheilkunde hält jedoch weit mehr an Gesundheitsleistungen verschiedener Qualitätsstufen für Sie bereit. Wir halten für Sie hochwirksame Betreuungs-Konzepte bereit. Sie können damit eigenverantwortlich mehr zur Erhaltung Ihrer Zahngesundheit beitragen und sich ein Leben lang an schönen Zähnen erfreuen. Fragen Sie uns, was wir noch für Sie tun können.

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